Knie-Spezialist

Schwerpunkt Kniegelenk

Prof. Steckel hat während seiner klinischen und wissenschaftlichen Arbeit einen Schwerpunkt auf die operative und konservative Behandlung des Kniegelenkes gelegt. Er hat dabei über hundert wissenschaftliche Artikel und Vorträge veröffentlicht. Im Jahr 2006 war Prof. Steckel Stipendiat der Deutschsprachigen Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA) und konnte ein Jahr bei dem weltbekannten und mehrfach ausgezeichneten Kniespezialisten Prof. Dr. Freddie Fu in der Orthopädischen Klinik der Universität Pittsburgh, USA arbeiten.

Im Jahr 2008 konnte sich Prof. Steckel an der Orthopädischen Klinik der Universität Göttingen mit dem Thema ‚Das Doppelbündelkonzept für die anatomische Kreuzbandrekonstruktion‘ habilitieren und erhielt eine Lehrauftrag für Orthopädie. Im Jahr 2010 wurde die Lehrbefugnis auf ‚Orthopädie und Unfallchirurgie‘ erweitert und 2012 erfolgte die Berufung als außerplanmäßiger Professor der Universität Göttingen. 

Es werden das komplette Spektrum der konservativen und der operativen Behandlung des Kniegelenkes angeboten. Seit 2016 ist Prof. Steckel zertifizierter Kniechirurg der Deutschen Kniegesellschaft.

Konservative Leistungen

Nach Erhebung von Befunden, klinischer und bildgebender Diagnostik wird ein Behandlungsplan aufgestellt. In der Regel beginnt jede Therapie mit einer konservativen Behandlung. Hier stehen eine Vielzahl von Optionen zur Verfügung:

  • Akupunktur
  • Arthrosetherapie (Hyaluronsäure, Glykosaminoglykane)
  • Manuelle Therapie
  • Eigenbluttherapie mit thrombozytenreichem Plasma (plättchenreiches Plasma – PRP)
  • Elektrotherapie
  • Lasertherapie
  • Laufband-/Ganganalyse
  • Orthopädietechnik
  • Pedographie
  • Physikalische Therapie
  • Physiotherapie
  • Schmerztherapie
  • Sportmedizin

Operative Leistungen

Ist eine operative Behandlung notwendig, wird zunächst versucht mit der schonendsten Therapie einen Erfolg zu erzielen. Dies sind häufig zunächst arthroskopische Eingriffe. Liegt eine fortgeschrittene Erkrankung des Kniegelenkes vor ist dies oft nicht mehr sinnvoll, so dass dann auf die nächste Stufe der operativen Therapie gewechselt werden muss.

 

Knorpelchirurgie:

  • Ist der Knorpel des Gelenkes geschädigt, stehen verschiedene Operationsmöglichkeiten zur Verfügung. Kleinere Läsionen können elektrothermisch geglättet werden (Débridement). Größere Knorpelschäden erfordern eine Rekonstruktion. Hier stehen die markraumeröffnenden Verfahren (Microfracturing) oder Knorpeltransplantationen (ACT) zur Verfügung. Mittel der Wahl bei größeren Schäden ist die autologe Chondrozytentransplantation/Knorpeltransplantation (ACT). Zusätzlich kann hierbei eine Achskorrektur des Beines notwendig sein.
  • Bei der Mikrofrakturierung wird die subchondrale Lamelle eröffnet, so dass Blut aus den Bohrungen austritt, welches Vorläuferzellen und mesenchymale Stammmzellen enthält. Diese Zellen können im Verlauf zu der Bildung eines Ersatzknorpels führen.

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  • Bei der autologen Chondrozytentransplantation/Knorpelzelltransplantation (ACT) werden körpereigene Knorpelzellen, die zuvor entnommen und im Labor gezüchtet wurden, in den Knorpeldefekt eingebracht.

 

Meniskuschirurgie:

  • Ist der Meniskus geschädigt kommen unterschiedliche Verfahren in der Meniskuschirurgie zum Einsatz. Kleinere Läsionen werden reseziert, größere Läsionen können hingegen genäht und somit rekonstruiert werden. Ist bei größeren Meniskusschäden keine Naht möglich, so gibt es zudem noch die Möglichkeit einen künstlich hergestellten Meniskus zu implantieren.

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Kreuzbandchirurgie:

Die Kreuzbandchirurgie des vorderen und hinteren Kreuzbandes versucht in den letzten Jahren verstärkt die ursprüngliche Anatomie des Gelenkes wiederherzustellen. Es kann mit einer Einbündeltechnik  erfolgen oder mit einer Doppelbündeltechnik, um so die verschieden biomechanischen Aspekte des Kniegelenkes optimal zu rekonstruieren. Ist nur ein Bündel geschädigt, kann diese auch isoliert ersetzt werden, um hier den Eingriff entsprechend zu minimieren. In letzter Zeit rückt durch verbesserte technische Möglichkeiten auch die Naht eines gerissenen Kreuzbandes vermehrt in den Vordergrund. Auch gerissene Kreuzbandplastiken durch Sport oder andere Traumata stellen zunehmend  eine große Gruppe in der Kreuzbandchirurgie dar (Revisionschirurgie)knee_acl_repair_0-large

Naht und Erhaltung des gerissenen vorderen Kreuzbandes mit der Ligamys Technik


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Ersatz des gerissenen vorderen Kreuzbandes mit einer Sehne

 

 

Multiligamentversorgung:

  • Häufig werden bei Unfällen und Distorsionen des Kniegelenkes mehrere Bandstrukturen verletzt, so dass verschiedene Strukturen rekonstruiert werden müssen, wie z.B. das vordere Kreuzband (VKB) und das anterolaterale Ligament (ALL), um eine Stabilität auch in den Rotationsbewegungen zu erreichen.

Patello-femorale Instabilitätschirurgie:

  • Springt die Kniescheibe häufiger aus dem Gleitlager (Patellaluxation), so kann neben anderen Operationsverfahren auch die Rekonstruktion des mediopatellofemoralen Ligamentes minimal-invasiv durchgeführt werden. Voraussetzung sind spezielle Untersuchungen wie die Bestimmung des TT-TG Abstandes (Tuberositas Tibiae-Trochlea Grove) sowie des TT-PCL Abstandes (Tuberositas Tibia-Posterior Cruciate Ligament). Häufig damit einhergehende Knorpelverletzungen müssen dabei ebenfalls adressiert werden.

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Achskorrektur:

  • Liegt ein X- oder O-Bein vor, kann durch eine operative Korrektur das Bein begradigt werden und so einer möglichen späteren Arthrose (Gelenkverschleiß) vorgebeugt werden. Solche Korrekturoperationen sind häufig vor knorpelchirurgischen Eingriffen essentiell.

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Endoprothetik:

  • Oberflächenersatzprothesen sind der weltweite Standard in der Knieendoprothetik. Die Standzeiten dieser Prothesen sind sehr gut und die 10-Jahresüberlebensraten dieses Prothesentyps liegen bei über 90%. Ersetzt werden Anteile des Ober- und Unterschenkels, wahlweise auch die Rückfläche der Kniescheibe.Knie-Spezialist Berlin: Oberflächenersatzprothese
  • Schlittenprothesen ersetzen nur ein Kompartiment des Gelenkes. Diese Prothesen kommen zum Einsatz, wenn von den drei Kompartimenten des Kniegelenkes (medial, lateral und retropatellar) nur das mediale oder laterale zerstört ist und entsprechend ersetzt werden soll.

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Videoanimation zur Implantation einer Schlittenprothese

 

  • Der Trochleaersatz wird bei isolierter Arthrose des Gleitlagers der Kniescheibe angewendet und ist eine sehr gute Option als Teilgelenkersatz. Sind die übrigen Gelenkanteile innen und außen intakt, so ist der Ersatz des Gleitlagers der Kniescheibe eine gute Möglichkeit, um die Beschwerden z.B. beim Treppensteigen zu beseitigen.

 

                     

 

Osteosynthese:

  • Bei Knochenbrüchen stehen eine Vielzahl von Rekonstruktionstechniken mit Platten, Nägeln, Prothesen und Drahtsytemen zur Verfügung. Unten sehen Sie eine Rekonstruktion einer gebrochenen Kniescheibe

Prof. Dr. Steckel führt jährlich über 500 operative Eingriffe durch.